Rätikon – Tag 7

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Fluss verschwindet im Nichts…

22.06.2013
-Tag 7-

Im Nebel des Grauens…

Mann, was haben wir gut geschlafen! Nach einem ausgiebigen Frühstück nutzen wir die uns verbleibende Zeit, das Taxi zum Bahnhof Küblis kommt erst um 14 Uhr, um erstmal in Ruhe unsere Sachen zu packen. Nachdem alles möglichst optimal für die Heimreise verstaut ist zieht es uns aber noch einmal in die Natur.

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Natur. Pur.


Am Partnunsee liegen doch 2 Ruderboote, nicht wahr? Lasst uns doch mal dahin gehen und eine Runde drehen. Sprechen´s und tun´s!
Der Aufstieg ist zwar human aber nach den letzten 6 Tagen dennoch anstrengend, aber was soll´s! Am See angekommen bemerken wir 2 Dinge: 1. durch die enorm dichte Wolkendecke liegt der halbe See im Nebel, was beeindruckend aussieht und tatsächlich etwas an den titelgebenden Film (in leicht abgewandelter Form) erinnert. Und 2. leider ist eine Menge Wasser im Boot.

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Begegnung im Nebel

Da ich aufgrund meiner Bandscheibensituation striktes Ruderverbot habe aber nun nicht gänzlich nutzlos die anderen rudern lassen möchte löffel ich die Suppe aus. Präziser schöpfe ich mit einem (ehemaligen) 5-Liter-Eiseimer das Wasser aus dem Boot, sehr zur Freude der anderen beiden. Es ist glitschig, es ist nass, es ist kalt. Egal.

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schöpferische Pause

Nach erfolgreicher Leerschöpfung besteigen Thomas und ich den Kahn, Markus zieht die Einsamkeit im anderen Boot vor und wir verbringen die letzten Minuten dieser wundervollen Alpenwanderung in angemessener bergiger Umgebung. Nocheinmal menschenfrei, im spannenden Nebel (von dem wir wiederholt bemerken, wie dankbar wir dafür sind, 6 Tage Traumwetter gehabt zu haben!!!), auf einem prächtigen blauwässrigen Bergsee direkt am Startpunkt unserer Reise.

IMAG0412_ZOE006_SHOTEiner grandiosen Reise, zugegebenermaßen, welche uns oft an die Grenzen unserer Möglichkeiten gebracht hat und uns dennoch nie scheitern ließ. Egal, wie schwierig der eine oder andere Weg auch war, egal wie groß die Herausforderung an Mensch und Material sich darstellte, jeder einzelne Moment war es wert, erlebt zu werden. Und wo, wenn nicht in der beinahe unberührten Natur, kann man sich selbst besser spüren und das Leben viel bewußter wahrnehmen? Markus, Thomas, ich danke euch für die vielen unvergesslichen Momente.IMAG0409_ZOE006_SHOT

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Ach, ihr wollt noch eine Schlusspointe? Bitteschön:
Während unserer Zugfahrt gen Flughafen Zürich mussten wir wie auf der Hinfahrt 2 mal umsteigen. Auf einem der Umsteigebahnhöfe, direkt gegenüber auf dem Nachbarbahnsteig, für uns alle völlig überraschend, saß — Josef!

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Den kennen wir doch! 🙂


Erkenntnis des Tages:
Tollen Menschen begegnet man immer wieder!

Top des Tages: Nebel, Bootsfahrt
Flop des Tages: fällt mir nix ein!

Zurückgelegte Strecke: 840 Kilometer (Partnun-Berlin) 😉
Bewältigte Höhenmeter (aufwärts/abwärts): keine Ahnung, mit Flug locker 10.000 Meter / 10.000 Meter 😉

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Bergab gehts fix!

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Letztes Bild. Und Tschüß!

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