„Das Wandern ist (immer noch) des Müllers Lust…“

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Mehr Schnee als im Winter: Sommerurlaub 2013 in den Alpen

Es ist wieder soweit! Die Natur ruft! Und in diesem Jahr werden wir Grenzen überschreiten! Also, nicht nur die österreichisch-schweizerische, sondern auch ganz persönliche…

Wer sind „wir“? Nun, in diesem Jahr einer mehr als im letzten. Sozusagen die 3 Herren vom Berg. Markus, wanderisches Urgestein und Weggefährte aus dem letzten Jahr, Thomas, der in 2012 lieber das nordische Flachland verunsicherte und meine Wenigkeit, Thomas, Bewegungsjunkie und Naturfan. 2012 haben wir insgesamt betrachtet eher eine „klassischere“ Wanderung mit alpinen Elementen veranstaltet, diesmal wollten wir das Abenteuer ein wenig intensivieren. Und so fiel unsere gemeinsame Wahl auf die Region des Rätikon, hier vereinen sich auf harmonische Weise zahlreiche hohe Höhen und die wegtechnisch und vor allem logistisch hilfreiche Hüttendichte.

Den geplanten Gesamtkurs gibt es hier noch einmal in der Übersicht, jeder Tag hat seine eigene Farbe (Screenshot!):

HüttenwanderungRoute

Nun läuft selten im Leben etwas so wie geplant, uns wird das Schicksal in Form des Wettergottes seinen Willen aufzwingen, so dass wir hin und wieder nicht so wandern können, wie wir es vorgesehen haben. Deshalb sieht der gesamte WIRKLICH gegangene Weg so aus (navigierbare Karte!):

Die lustige bunte Färbung verfolgt tatsächlich einen Zweck: sie stellt die Höhenunterschiede während der Wanderung dar. Von Gelb („janz weit unten“) über Grün und Blau bis Rot („janz weit oben“). Wenn ihr die Symbole anklickt findet ihr kurze Info´s zu den jeweiligen „Haltepunkten“.


Für die Statistiker und natürlich um die Dimension der Herausforderung in ihrer Gesamtheit greifbarer zu machen 😉 hier zusammengefasst die zurückgelegten Wege: Insgesamt haben wir eine Strecke von 70 Kilometern in (GPS-aufgezeichneten) 6 Wandertagen per pedes zurückgelegt. Ganz ordentlich. Noch ordentlicher allerdings sind die Höhenunterschiede: sage und schreibe 6.000 Meter aufwärts (und auch wieder abwärts) haben wir bewältigt, macht pro Tag 1.000 Höhenmeter. Nicht schlecht, und nebenbei ein passables Höhentraining für meine weitere Läuferkarriere! 🙂

Was sollen wir uns nun lange aufhalten — hinein ins Vergnügen! Der grundsätzliche Ablauf ist ja noch aus dem letzten Jahr bekannt. Mit einem deutlichen Unterschied: in 2013 haben wir deutlich weniger Gewicht auf dem Rücken und 2 Tage mehr zum Höhenmeter fressen, wir starten am 16.06. und kehren am 22.06. in die Heimat zurück.
Außerdem werden wir, wesentlich konsequenter als 2012, unsere gemeinsamen Nächte ausschließlich in wundervoll romantischen Berghütten verbringen. Einzige Ausnahme von der Hüttenregel ist unser „Basecamp“ in Partnun, gleichzeitiger Start- und Endpunkt der Wanderung, das „Berghaus Sulzfluh“. Dies ist ein kleines Hotel, welches uns die wunderbare Möglichkeit bietet, nicht zur Wanderung benötigten Krempel (frische Klamotten, Badehose etc.) einfach eine Woche hier einzulagern.

Bevor wir uns aber auf die intimen Details stürzen geht ein Riesendankeschön an unser planerisches Genie Markus, der nicht nur minutengenau die Zugverbindungen organisiert hat sondern auch maßgeblich dazu beitrug, dass ich heute hier unsere Reise verewigen kann! Danke! 🙂
So, jetzt gehts aber in die Vollen: Berg heil!

Und nun folgt mir zu Tag 1 unserer epischen Reise ->



2 Responses to „Das Wandern ist (immer noch) des Müllers Lust…“

  1. Cathy sagt:

    Ich sage nur Respekt!
    Was für eine Reise!
    Hat mir wirklich gefallen, auch die Dokumentation im Reisetagebuch, interessant und witzig geschrieben.
    … und so ganz nebenbei habe ich erfahren, was mein liebes Brüderchen so im Urlaub treibt (von ihm habe ich auch diesen Link. Vielen Dank 🙂 )
    liebe Grüße
    und noch ganz viele interessante Touren
    wünscht das „sisterheart“ vom anderen Thomas

    • ThomasThomas sagt:

      Vielen Dank für die Komplimente!
      Ja, dein Brüderchen hat sich anständig benommen. Kann ich bezeugen. Wir würden ihn auch wieder mitnehmen, wenn wir das nächste Mal die Berge bewandern. 😉

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