Die Tage danach…


Erste Stufe.
Aua.
Zweite Stufe.
Aua.
Dritte Stufe.
Aua…
Völlig klar: ein PLWKMS!

Achso, jetzt wisst ihr nicht, was das ist. Völlig simpel: ein Post-Lauf-Wettkampf-Muskelkater-Syndrom. Die Symptome zeigen sich besonders intensiv auf Treppen, jedoch keineswegs, wie ursprünglich angenommen, beim STEIGEN sondern beim HERABLAUFEN! Ehrlich! Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Naja, meine Oberschenkel(-vorderseite) kann ich die nächsten 2 Tage abschreiben. Irgendwo möchte ich allerdings auch merken, dass ich es auf 21 Kilometern tempomäßig so richtig scheppern lassen habe. Da bieten sich die Oberschenkel-Muskeln direkt an. Im Grunde also genau meiner Erwartungshaltung entsprechend. Jede Treppenstufe mit Lächeln und süßen Schmerzen genießen. Wie wird das eigentlich nach dem Marathon?…

Die anderen Folgen sind weniger begrüßenswert und noch viel weniger erwartet. Ein echter Kollateralschaden ist mein Zehennagel am rechten Zeigefinger-Zeh (wie nennt ma eigentlich den Zeh neben dem Großen wirklich?!?). Um euch den Schmerz ein wenig näherzubringen, der mich seit Sonntagnachmittag verfolgt, hier ein eindrucksvoller Eindruck:

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…und von der Seite. Ich kann gar nicht hinsehen.

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Böses Zeh-Aua. Von oben…

An Socken und Schuh kann es nicht liegen, die gleiche Kombination trug mich unbeschadet im letzten Oktober auf Halbmarathondistanz um den Müggelsee. Keine Ahnung, wieso das diesmal anders war.
Die anderen unerwünschten Nebenwirkungen dieses Halbmarathons, die ich mal ganz klar auf die klimatischen (untrainierten) Randbedingungen schieben möchte (hatte ich nämlich bisher so nicht), sind weniger sichtbar aber nicht minder unangenehm. Hier mal eine Übersicht der markantesten Symptome am Sonntag und vor allem am Montag:

Durst. Und wie! Etwas mehr als 3 Liter Wasser am Montag in mich reingeschüttet. Gleichzeitig gestaltete sich meine Verdauung etwas — unberechenbar.

Leichtes aber dauerhaftes Wattegefühl im Kopf. Hitzeschlag? Sonnenstich? Hmmm…

Leichte Kopfschmerzen, leichte Hitzewallungen. Etwa das Alter? Hmmmmmmm….

Ein Segen, dass in dieser Woche der Schweinehund König im Hause MaraThom ist! Demzufolge sieht meine Wochenbilanz folgendermaßen aus:

Training_Mrz_2014_KW14Richtig, ihr seht hier: NICHTS! Eine ganze Woche Sportpause, zum einen weil mein Schweinehund es verdient hat (immerhin: keine einzige Trainingseinheit in der Halbmarathon-Vorbereitung ist ausgefallen!) und zum anderen um alle Lauf-Zipperlein ordentlich auszukurieren.
Aber, bitte, liebe Kinder, nicht dass hier jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Laufen ist total schnaffte! Und cool! Und knorke! Und — ach, alles was als Synonym für „Toll“ steht! Und nur, weil es mir einmal nach einem Wettkampf nicht superdupergut geht heißt das NICHT, dass Sport gleich Mord ist! Das wollte ich nur mal schnell erwähnt haben. Also: geht laufen! 🙂
So, wie ich es in dieser Woche eben einmal nicht tun werde…

Dies ist dann auch eine wunderschöne Gelegenheit, einen finalen Blick auf die Trainingsbilanz nach Vorlage des Herrn Hubert Beck zu werfen, jetzt, wo wir mal so richtig schön Zeit haben. Denn schließlich war eine Ursprungs-Motivation ja auch mal, eine Alternative zu Herbert Steffny zu finden die gut zu mir passen könnte, um diese dann zu nutzen, einen Marathon-Fahrplan zu entwerfen.
Es fällt mir ausgesprochen leicht festzustellen, dass der Trainingsplan funktioniert hat. Zwischendurch hatte ich zwar (kurze) Zweifel, da er doch für mich als bisheriger Steffny-Trainierer ein bißchen mehr Intensität einbrachte als ursprünglich gedacht und gewohnt. Und die letzten beiden (planmäßig verordneten!) Gammel-Wochen ließen mich mit einem etwas mulmigen Gefühl zurück.
Dennoch: der erste Wettkampf-Fixpunkt (10 Kilometer „Lauf Der Sympathie„) lief super, quasi besser als vorgesehen. Da ich allerdings im Laufe der Plan-Abarbeitung sowieso immer ein wenig länger oder auch ein wenig schneller unterwegs war, entsprach dieses Ergebnis ein Stück weit meiner (hochgesteckten!) Erwartung. Kurz: es tat weh, aber es klappte. Erster Beweis für die Funktionalität des Beck-Planes.
Naja, und den zweiten Beweis seht ihr hier. Klar, im Nachhinein lässt sich kaum feststellen, ob mich der Trainingsplan zum Ergebnis gebracht hat, aber sicher ist: ich habe mein Ziel perfekt erreicht, irgendwelche (verschmerzbaren und vergänglichen) Folgeschäden mal außen vor gelassen. Und dafür kann der Plan ja schließlich nix.

So bleibt als Fazit der vergangenen gut 10 Wochen: Hubert, dein Trainingsplan passt zu mir! Ich hatte echt Spaß beim Training, ich hatte echt keinen Spaß bei den Wettkämpfen (nur danach ;-)), ich hatte gute Trainingsergebnisse, ich hatte noch bessere Wettkampfergebnisse, so soll es sein. Ich werde mich also auch mit dir auf meine große 42-Kilometer-Reise vorbereiten.

Damit ist das Kapitel „Der Berliner Halbmarathon im Beck´schen Style“ erfolgreich abgeschlossen.
Und in den nächsten Wochen? Nun, zunächst finde ich es mal ganz angenehm, völlig ziellos vor mich hinlaufen zu können. Vor allem völlig planlos! Ein bißchen Privat-Anarchie tut schließlich auch mal gut. Dann werde ich unseren dienstlichen Volkspark-Lauftreff mit den Kolleginnen und Kollegen Michi, Andreas und Marci (vielleicht noch Markus, wenn er schön gesund bleibt) wiederbeleben, das hat mir in den letzten Wochen doch gefehlt. Aber erst nächste Woche.
Ja, und dann werde ich natürlich Stück für Stück meine Laufdistanz bei den LaLaLa´s, den LangenLangsamenLäufen, erhöhen, denn schließlich ist ja in nicht mal ganz sechs Monaten die Große Reise fällig.. Ich halte euch auf dem– Laufenden… 😉

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2 Responses to Die Tage danach…

  1. Thomas sagt:

    schöner Abschlußbericht……

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